Reiseführer

Das kleine Montenegro hat für seine geringe Fläche viele Sehenswürdigkeiten, historische Stätten und Landschaftsbilder zu bieten. Ganz zu schweigen von den herrlichen Stränden und den Bademöglichkeiten in diesem Abschnitt am Adriatischen Meer.

Dabei hat jede Region des Landes ihren eigenen Reiz. Da wäre zunächst die Bucht von Kotor, die wie ein Fjord in das Landesinnere hineinreicht. Hier gibt es nicht nur eine faszinierende und einmalige Landschaft zu entdecken, sondern auch einige Klöster und Wallfahrtsorte. Malerische Orte liegen idyllisch an der Bucht – mal offensichtlich, mal versteckt. Es gibt außerdem zwei bekannte Inseln: die Klosterinsel Sveti Djorde mit einem interessanten Friedhof sowie die Insel Gospa od Skrpjela, ein kleines Eiland mit Kirche.

landschaften von montenegro
Montenegro bietet nicht nur Strände, sondern auch grüne Gebirgslandschaften (c) TC

Beide Inseln zählen zu Perast, wo noch heute zahlreiche Stadthäuser und Paläste aus der Vergangenheit stehen. Der Ort ist außerdem bekannt für sein ausgesprochen mildes Klima und die vielen Sonnenstunden.

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Der äußere Bereich der Bucht von Kotor profitiert von der Abschirmung von Winden durch die hohen Berge des Hinterlands. So kann man hier ganz besonders die Sonne und das Mittelmeerklima genießen. Die bekannte Stadt Kotor selbst liegt am Ende der langen tief ins Land ragenden Bucht, die viele kleine Inseln beinhaltet.

 

Klares Wasser, Strände und Gebirgstouren

Alte Städte mit viel Geschichte sind Kotor, sowie Herceg Novi. Von Herceg Novi bieten sich Touren in das Kalkgebirge des Orjen an, wo man schöne Wanderungen als Alternative zu Urlaubstagen am Strand unternehmen kann.

Tivat hat einen internationalen Flughafen, ist aber mittlerweile noch bekannter wegen dem neuen Yachthafen „Porto Montenegro“, der zahlreiche gut betuchte Urlauber und sogar den ein oder anderen internationalen Star anlockt. Er unterstreicht Montenegros Image als Monaco an der Adria zu fungieren.

Interessant ist natürlich auch die landschaftlich reizvolle Adriaregion mit den Städten Bar und Budva. Budva hat eine schöne Altstadt mit Stadtmauer, einige hübsche Kirchen und das Kloster Podmane als Sehenswürdigkeiten. Auch ein Ausflug zur alten habsburgerischen Festung Mogren bietet sich hier an. Von großer Bedeutung ist der Seehafen von Bar, von hier aus gehen zahlreiche Fähren zu den italienischen Städten Ancona und Bari. Die Altstadt von Bar wurde bei dem Erdbeben von 1979 zerstört und befindet sich heute außerhalb des Ortes. Sehenswert sind hier noch einige Kirchen und der Bischöfliche Palast. Eine der schönsten Orte in dieser Ecke und immer noch ein kleiner Geheimtipp ist Petrovac na Moru.

An der Adria liegen natürlich die touristischen Zentren Montenegros. Der südlichste Küstenort des Landes ist Ulcinj, nahe der Grenze zu Albanien. Hier bilden Albaner schon die Mehrheit, außerdem findet man hier den längsten Sandstrand (13 km) von Montenegro und der ganzen östlichen Adriaküste. Die Velika Plaža (alb. Plazhi i madh) ist die Copa Cabana Montenegros. Sehr schön ist aber auch die Altstadt von Ulcinj mit zahlreichen Moscheen und historischen Gebäuden. 

Im Mündungsdelta der Bojana befindet sich die Insel Ada Bojana. An ihrer Meeresseite befindet sich ein schöner Sandstrand, der bei FKK-Urlaubern beliebt ist.

An der Adria findet man natürlich die unterschiedlichsten Strände, neben dem Sandstrand von Ulcinj sind dies jedoch üblicherweise reizvolle Fels- und Kiesstrände, die das Wasser hier besonders klar schimmern lassen. Schnorchler und Taucher wissen diese optimalen Bedingungen zu schätzen.

Am Skutarisee dagegen werden sich Vogelkundler wohl fühlen. Durch seinen Fischreichtum ist der See ein Paradies für Zugvögel aus aller Welt. Nach der Schneeschmelze kann der See, den sich Montenegro und Albanien teilen, auf ca. 500 qkm anschwellen.

Podgorica ist die heutige Hauptstadt von Montenegro, früher (bis 1918) war es Cetinje. Podgorica ist bekannt für seine Sehenswürdigkeiten wie die Auferstehungskathedrale, die Millenium Brücke, den Uhrturm, den Sendeturm Toranj na Dajbabskoj Gori (Dajbabska Gora Turm) mit Aussichtsplattform über die Stadt (ca. 55 m) und seine Zitadelle.

Das kleine Cetinje ist noch heute Amtssitz des montenegrinischen Präsidenten. Sehr sehenswert, insbesondere aus architektonischer Sicht sind die ehemaligen Botschaftsgebäude in der Stadt. Herausstechend sind in diesem Zusammenhang die damaligen Einrichtungen von Russland und Österreich-Ungarn, dass damals ebenfalls eine Großmacht war. Auch die ehemaligen Regierungsbauten sind einen Blick wert, ebenso wie das Kloster und ehemaligen zwei Paläste, die als Museen besichtigt werden können.

Ebenfalls zwei Städte also, die man besuchen sollte. Die zweitgrößte Stadt des Landes ist Nikšić. Aus dieser Stadt kommt auch das berühmte Bier Niksicko pivo. Von hier aus kann man Ausflüge zu den drei Seen im Umland machen. Dem Heiligen Vasilije ist die Saborna-Kirche gewidmet, besuchen sollte man auch das Kloster Ostrog, dass sich einige Kilometer vor der Stadt befindet und das religiöse Zentrum des Landes darstellt.

 

Sportlich – im Winter wie im Sommer

Eine waldreiche Umgebung findet man in Pljevlja, im äußersten Norden des Landes nahe Bosnien-Herzegowina. Die Gemeinde verwaltet ca. 10 % der Fläche des Landes und hier befinden sich wichtige Rohstoffe wie Braukohle, Zink, Blei und natürlich Holz. Daher ist Pljevlja auch industriell wichtig und von hier aus ist man schnell in Serbien.

Da Montenegro nicht allzu groß ist, kann man auch eine kleine Rundreise durch die Bergwelt des Landes unternehmen. Hier gibt es im Winter sogar Wintersportmöglichkeiten und das ganze Jahr über ist die Tara-Schlucht (längste und tiefste Schlucht Europas) einen Besuch wert. Die Tara-Schlucht bietet sich außerdem für Raftingtouren an. Montenegros höchstgelegener Ort liegt im Durmitor-Nationalpark und ist ideal für Wintersport, er heißt Žabljak. Am Berg Savin Kuk befinden sich anspruchsvolle Pisten zur Abfahrt. Er wird aber auch gerne im Sommer zur Abkühlung besucht und ist dann nicht minder attraktiv.

Für sportliche Aktivitäten quasi das ganze Jahr über ist auch Kolašin bekannt. Im Winter bieten Berge Bjelasica und Sinjajevina gute Pisten und im Sommer kann man hier wandern. Der Ort ist auch sehr beliebt wegen der sauberen Luft (Luftkurort) in den Bergen und dient als Unterkunft für Ausflüge in den Biogradska-Nationalpark (hier befindet sich unter anderem einer der letzten Urwälder Europas) und zum Biogradsko jezero. Bijelo Polje dagegen erstrahlt im Frühling in weißer Blütenpracht und ist dann natürlich ein besonders lohnenswertes Aufsflugsziel. Das ganze Jahr über lohnen sich aber auch Besuche wegen der zahlreichen Kirchen, Möscheen und Klöster in der Stadt bzw. im Umland.

Hinter der Küste Montenegros ergibt die Landschaft hervorragende Möglichkeiten für spannende Wander- und Mountainbiketouren. Montenegro ist zwar ein flächenmäßig kleines Land, aber ein großartiges Urlaubsland mit vielen Ferienoptionen. Nicht nur wegen der vielen Sehenswürdigkeiten und Eindrücke kommen viele Reisende gerne wieder. Auch die Gastfreundschaft der Montenegriner und deren Kochkünste sowie lokale Spezialitäten werden Sie sicherlich ebenfalls in ihren Bann ziehen!

 

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