Auswandern

Auswandern nach Montenegro ist sicherlich eine attraktive Möglichkeit dauerhaft ein landschaftliches reizvolles Land mit angenehmen Klima als Wohnsitz zu haben. Jedoch gilt Crna Gora nicht gerade als eines der klassischen Einwanderungsländer in Europa.

auswandern nach montenegro
Durch die starke Nachfrage und die wenigen Objekte sind Immobilien in Montenegro eher teuer (c) TC

Trotzdem hat sich das Land seit seiner Unabhängigkeit zu einem Geheimtipp für Auswanderungswillige entwickelt. Insbesondere einige gute betuchte Persönlichkeiten und wohlhabende Personen haben das Land für sich entdeckt und ihre Yacht von Südfrankreich in die bildschönen Adriahäfen von Montenegro verlegt.

Durch die hohe Nachfrage und wenig westlichen Ansprüchen vorhandene Bausubstanz sind die Immobilienpreise in Montenegro relativ hoch, auch im Vergleich zu einigen Nachbarstaaten.

 

Noch ein ungewöhnliches Auswanderungsziel

Von den allgemeinen Lebenshaltungskosten her ist das Land aber immer noch günstiger, als vergleichbare andere Mittelmeerländer und bietet trotzdem das gleiche Klima und eine mindestens genau so spannende Landschaft wie die klassischen Niederlassungsziele. Die Verwendung des Euroas als Zahlungsmittel macht das Leben in Montenegro allerdings nicht billiger, vereinfacht jedoch den Zahlungsverkehr, auch mit dem europäischen Ausland.

Auch die Infrastruktur hat sich in den letzten Jahren verbessert und ist in einigen Bereichen schon auf einem durchschnittlichen Niveau der EU-Staaten.

Einige vergleichen Montenegro schon mit Monaco oder Nizza. Sprachlich und kulturell ist der Staat natürlich schon etwas komplizierter, als Frankreich oder Spanien, die schon lange in der Europäuschen Union (EU) sind und deren Idiome vielfach in Europa als Fremdsprachen gelehrt werden.

In den letzten Jahren sind nicht ohne Grund zahlreiche Russen aktiv geworden und haben in Immobilien in Montenegro investiert. Ihnen geht es genauso: sie fühlen sich hier in einem slawischen Land sehr wohl und haben auch keine Probleme mit einem Visum, wie in den EU-Staaten. Dies hat auch die Immobilienpreise streckenweise in astronomische Höhen in Bestlagen getrieben, jedoch hat sich dies wieder relativiert.

Für Menschen aus dem Ausland aber mit montenegrinischen oder serbischen Wurzeln ist es sicherlich einfacher wieder in Montenegro Fuß zu fassen. Wer mit der Sprache und der Kultur des Balkans vertraut ist, der fühlt sich schnell heimisch bei den gastfreundlichen Montenegrinern. Trotzdem gilt für alle: Wer sich auf die etwas ungewohnte Kultur und Mentalität einlässt und Zugeständnisse macht, der wird ein interessantes Land kennenlernen und kann hier einwandern.

Allerdings sollte eine finanzielle Unabhängigkeit gewährleistet sein, denn die Erwerbsmöglichkeiten in Montenegro sind begrenzt. Auch in Montenegro gibt es arbeitslose Einheimische, mit denen man um die wenigen Arbeitsplätze konkurriert. Und diese haben immer den Vorteil der muttersprachlichen Sprachkenntnisse.

Mitteleuropäer werden sicherlich viel zu lernen haben, sollten sie wirklich den Wunsch haben, dauerhaft in Montenegro zu leben. Die Sprache ist nicht einfach und Fremdsprachenkenntnisse sind nicht immer weit verbreitet, für das Berufsleben sollten von Anfang an Grundkenntnisse in Montenegrinisch erwartet werden.

 

Montenegrinisch: die wichtigste Grundlage

Außerdem gilt natürlich auch für Montenegro: Möchte man hier leben, sollte man offen, kommunikativ und tolerant sein. Logisch ist auch: Je besser man die Sprache spricht, umso leicht bekommt man Kontakte und kann sich in die ortsansässige Gesellschaft integrieren.

Natürlich gibt es neben der Sprache auch noch weitere Gründe, warum Montenegro immer noch eher selten ein Auswanderungsland der Deutschen ist. Die Wirtschaft bietet kaum attraktive Stellen für Ausländer an, die einen Umzug zumindest aus wirtschaftlichen Gründen attraktiv machen würden. Viele Einheimische haben selbst oft Probleme „über die Runden zu kommen“. Sie müssen oft mehrere Jobs ausüben.

Auch die politische Situation des Landes war lange ungewiss und so wird es sicherlich noch einige Jahre dauern, ehe Montenegro ein Einwanderungsland werden wird. Landschaftlich ist es wie bereits erwähnt natürlich äußerst reizvoll, die wilde Schönheit und das milde Mittelmeerklima tut sein übriges. Der Tourismus ist im Aufwind und bietet mehr und mehr Menschen Verdienstmöglichkeit – auch ausländischen Experten in diesem Segment.

Tourismus führt immer zu einer Öffnung zum Ausland und damit auch zu gewissen Möglichkeiten zumindest für einige ausländische Fachkräfte, auch in verwandten Dienstleistungsbereichen. Handwerker und technische Fachkräfte werden ebenfalls Möglichkeiten haben, ebenso im medizinischen Bereichen und Management sind berufliche Perspektiven denkbar.

Investoren werden ebenfalls gerne gesehen, aber es wird erwartet, dass diese natürlich Arbeitsplätze schaffen. Rentner und Pensionäre, die finanziell unabhängig sind, haben auch gewisse Möglichkeiten. Näheres sollte aber immer gewissenhaft vor der Auswanderung mit den montenegrinischen Behörden oder kompetenten Auswanderungsberatern geklärt werden.

 

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